![]() |
|
![]() |
|
|
HOME Mitglieder Hauptquartier FAQ JLA bei DC D - Serie - Specials - Sonderbände JLA bei Dino - Serie - Specials - Sonderbände - Trading Cards Downloads FanArt Forum Gästebuch Impressum Links |
Story I "Ein Tag wie jeder andere!", fuhr es mir durch den Kopf. Ich stand an der Ecke Lacaster/43th Straße und sah auf daß, was mal ein junges, hübsches Mädchen gewesen war. Betty Logan, 21 Jahre Studentin, Tod durch Erstechen würde in der Akte stehen. Aber irgendwie wurde es der Realität nicht gerecht. Irgendein Psychopath hatte sie mit 52 Messerhieben (oder sogar mehr, unserem Gerichtsmediziner hatte es den Magen bei dieser Zahl umgedreht) abgeschlachtet. Der Typ hatte die Klingen auf einen Handschuh aufgesetzt gehabt, wie dieser Typ in Nightmare oder dieser Mutant in den Comics. Auf jeden Fall wurden Ich an diesem Sonntag um 5.35 Uhr an den Tatort gerufen. Die typische verkommenen Nebenstraße aus zu vielen schlechten Filmen. Ein großer Müllcontainer mit den Überresten einer jungen Frau, oder dem, was die Ratten und Katzen dieser Stadt nach einer Nacht davon übriglassen. Das Gesicht war nicht zu erkennen, der Hausmeister des Mietshauses, der sie gefunden hatte, beteuerte sie nicht zu kennen. Und gesehen oder gehört hatte in der Nachbarschaft natürlich auch niemand etwas. Nach der Tatortsicherung und ersten Zeugenbefragungen entschloß sich der Commissioner PI John Jones hinzuzuziehen. Der Typ ist echt geheimnisvoll. War für kurze Zeit auch mal bei uns im Departement und ist immer noch als Spezialist für "ungewöhnliche" Morde anerkannt. Seinem Blick entgeht nichts heißt es, sogar jetzt noch, 6 Jahre seit dem er sich selbständig gemacht hat. Pünktlich um 11.32 Uhr, kaum einer halben Stunde nachdem man ihn informiert hatte, hielt sein 88 Chrysler/Derion direkt neben meinem Einsatzfahrzeug. Ich hatte ja schon Bilder von ihm gesehen, und wußte das Jones eher ein unscheinbarer Typ war, aber sogar mir würde es schwerfallen von ihm eine brauchbare Beschreibung abzugeben. Mittelgroß, schlank, braunes Haar mit leichtem Haaransatz, soweit man dies unter seinem Hut erkennen konnte. Gekleidet in einen Braunen Trenchcoat, von dem im Moment der Regen dieses beschissenen Morgen tropfte. Entschlossen ging ich auf ihn zu und streckte ihm die Hand entgegen: "Officer Mc `Manauhan, Mr. Jones. Stellvertretender Einsatzleiter vor Ort. Der Commissioner hat Sie angekündigt, Sir. Er läßt sich entschuldigen, ist bei eine Geschäftsessen mit der Bürgermeisterin und weiteren Chiefs der Ostküste. Commissioner Gordon aus Gotham ist in der Stadt und hält eine Vortragsreihe über Polizeiarbeit in Extremsituationen." Als er antwortete, fiel mir seine ungewöhnlich melodiöse und sanfte Stimme auf. "Guten Morgen Officer, könnten sie mich kurz über die Lage informieren, und dann zeigen sie mir bitte den Fundort." Ich gab einen kurzen Lagebericht (verdammt, gerade bei solchen Fällen ist es sehr schwer zuzugeben, daß man nichts weiß!). Keine Spuren des Täters, aber vermutlich männlich, da eine nicht unbeträchtliche Kraft vonnöten war. Die Klaue, die er anhand der Winkel des Schnittes verwendet haben mußte, und daß er das Opfer, welches bereits tot gewesen war, mit sehr großer Wucht in den Container geschmettert hatte. Jones war ein sehr wortkarger Zeitgenosse, nahm sich aber trotz des Nieselregens jede Menge Zeit, um den Fundort zu untersuchen. Wobei auch er, wie unsere Spurensicherung, in der 2 Meter breiten Gasse, außer dem üblichen Müll nichts fand. Seine ruhige, methodische Art machte mich nervös. In den Container warf er nur einen Blick, und hierbei unterlief ihm die einzige für mich erkennbare Gefühlsregung. Als er die Leiche sah, zuckte er leicht zusammen, und seine rechte Hand schloß sich so, als ob er dem Täter am liebsten den Hals umgedreht hätte. Als er sich mir wieder zuwandte, war von Zorn allerdings keine Spur in seinem Gesicht zu sehen, eher ein Ausdruck tiefer Traurigkeit und Müdigkeit. "Officer, was denken sie, weshalb schmeißt der Täter sein Opfer mit so einem brachialen Kraftaufwand in den Container?" Kurz zögerte ich,"nun Sir, er wollte vielleicht, daß das Opfer möglichst tief im Container zu liegen kommt?". Jones wandte sich um, und schaute zur Feuerleiter, die vom Dach kommend gut 3 Meter über uns endete. "Ich weis nicht Officer, ein paar Handgriffe mit denen er den Müll über der Leiche verteilt hätte, wären effektiver gewesen!" Während ich über seine Worte nachdachte, irritierte mich, wie intensiv er die Leiter und das Dach ansah, so, als würde er mehr sehen als ich. "Nun Sir, vielleicht war er in Eile...". Abrupt wandte er sich wieder mir zu. "Nein Officer Mc `Manauhan, der Täter hatte keine Eile. Und auch die Kraft die er einsetzte, war bei weitem nicht so groß. Er schmiß den Körper vom Dach." Irritiert sah ich hoch. Nun, wäre möglich. Ich wollte mich gerade wieder Jones zuwenden, als Officer Chang auf uns zu gerannt kam. "Steve, Mr. Jones – wir haben einen Großbrand bei den LexcorpLabs. Brandstiftung! Mehrere Explosionen! Der Chief läßt ausrichten, wir sollen warten bis die Jungs von der Medizinischen da sind, und unseren Hintern dann schnellstmöglich dahin bewegen!" Ich wandte mich Jones erneut zu und wollte gerade zu sprechen beginnen, als er mich unterbrach. "Das trifft sich recht gut Officer, mir fällt gerade auch ein, daß ich noch einen wichtigen Termin habe!". Ohne sich groß aufzuhalten, aber immer noch eine fast übermenschliche Gelassenheit ausstrahlend, verabschiedete er sich und verschwand eilenden Schrittes um die Ecke. Als die Jungs der Medizinischen etwa 35 Minuten später kamen, bestiegen wir unseren Einsatzort. Chang bemerkte mir gegenüber, das Mr. Jones seinen Wagen noch hier stehen hatte, also konnte sein Termin ja nicht weit weggewesen sein. Als wir um die Ecke 44th rasten, sah ich noch im Rückspiegel, wie Jones den Boulevard hochkam und auf sein Auto zuging. Danach galt meine Aufmerksamkeit dem stark zu wünschen übrig lassenden Fahrstil meines Kollegen. Wir waren gerade mal eine Minuten unterwegs, als über Funk eine Meldung reinkam: "Entwarnung an alle Einheiten. Der Brand bei den LexcorpLabs ist gelöscht, die Situation entschärft. Der JLAler Martian Manhunter erschien kaum 15 Minuten nach der Explosion und löschte den Brand indem er größere Mengen Hafenwasser mit Hilfe eines offenen Containers heranschaffte. Im Anschluß daran schaffte er noch alle Trümmer beiseite, so daß die Rettungskräfte bereits bei den Verletzten sind. Die 2 Schwerverletzten wurden von ihm direkt ins New York Memorial ausgeflogen. Und noch ne persönliche Anmerkung: Ich kennen nicht viele Helden, die sich noch die Zeit nehmen, aus dem Wasser das sie zum Löschen verwenden, noch die Fische herauszuholen und wieder ins Meer setzen. Der Typ ist vielleicht nicht von der Erde, aber mehr von ihm könnte uns allen nur nützen. Ende" Chang wurde spürbar langsamer, zu meiner Erleichterung, und ich schaltete die Sirenen aus. Schade, ich hätte den Manhunter vom Mars gerne mal im Einsatz gesehen. Epilog: Als das leichte Kribbeln im Magen, daß der Transporter immer bei mir verursachte, nachgelassen hatte, verlies ich die Transmitterröhre und ging durch die leeren Gänge des Wachturm in Richtung der Ops. Die Schiebetür öffnete sich, und sofort bemerkte ich den leichte Geruch, der mich am ehesten an einen Frühlingswald nach dem Regen erinnerte, und der typisch für Zauriel war. Gelassen stand der Engel vor den Monitoren, die alle Kontinente zeigten. "J´onn, schön dich zu sehen, übernimmst du den Monitordienst?" Da wir vertraut genug waren antwortete ich Zauriel bereits auf telepathischem Wege. Es ist mir angenehmer, und da Zauriel über Äonen hinweg den "Stimmlosen Chor" des Himmels gewohnt war, gab es auch keinerlei Kommunikationsprobleme. "Ja, es ist auch angenehm dich zu sehen. Gab es etwas während deines Monitordienstes?" Seine angenehmen, ausgeglichenen Gedanken erschallten in meinem Kopf: " Nichts was die Aufmerksamkeit der JLA erfordert, aber durchaus einiges, was ein Schutzengel selbst erledigen sollte. Kleinigkeiten in großen Verhältnissen, aber Tragödien für den Einzelnen. Und J´onn, ein Schutzengel ist immer im Dienst der Allgegenwärtigkeit" Sein geistiges Lächeln nahm seinen Worten etwas ihrer Ernsthaftigkeit. "Und auch ein Marsianer ist sich bewußt, daß Gott denen zuhört, die durch Taten und Worten zu Ihm sprechen", erwiderte ich. Respektvolle Sympathie begleitete mich auf geistiger Ebene, während ich meinen Monitordienst begann, und Zauriel, während seine Schritte langsam verhallten. Story II Der Anfang: Der Himmel sah düster aus an diesem Tag., passend zu dem Anlaß. So düster, wie er sein muß, wenn ein Stern verglüht. Heute war es ein grüner Stern.... Der Ceremonity Friedhof in San Andreas. Auch genannt der Heldenfriedhof. Der Ort, an dem die größten Helden der Erde ihre letzte Ruhestätte finden. Heute wird er zur letzten Station von Kyle. Meine Gedanke schweifen immer wieder ab. Ray spricht gerade das Gebet. Ja, Ray hat sich genauso verändert wie wir alle. Wer hätte damals gedacht, daß dieser Heißsporn mal Priester werden würde. Aber das war auch vor der Folterung durch Neron. Langsam wird der Sarg hinabgesenkt. Alles sind sie gekommen, zumindest alle, die noch übrig sind. Gelegentlich denke ich zurück an die Zeiten, als wir noch die Justice League waren. Während der Regen zunimmt, schweift mein Blick, kurz verharrt er auf der Statue von Kyle: Green Lantern Er starb als Held im Kampf für das Gute Möge sein Licht niemals verlöschen 1975 - 2035 Dann sehe ich die Reihe der Trauergäste hinab: Batman, dessen Cape sich im aufkommenden Wind bewegt, kann seine Tränen nicht verbergen. Er ist alt geworden, und die Last der Verantwortung einen Träger für das Cape zu finden wiegt schwer. Bruce, seine Hand auf Batmans, nein, auf Dicks, Schulter. Der zweite Kanpfgefährte den sie innerhalb weniger Monate zu Grabe tragen, nach Tim. Jade und Allan, die sich gegenseitig Trost spenden. Arthur, ich sehe in zum ersten Mal seit fast 8 Jahren. Die Dinge stehen nicht gut für Atlantis, und so braucht es seinen König. Wally. Oh Wally. Gebrochen steht er da, nur die starken Arme Zauriels stützen ihn. Zauriel, der schon lange die Rolle des spirituellen Zentrums für so viele von uns übernommen hat. Wally macht sich Vorwürfe, daß er Kyles Tod durch die Hand Pyres nicht verhindern konnte. Manchmal ist selbst der schnellste Mann der Welt nicht schnell genug. Wally und Kyle. Sie brauchten lange, bevor sie Freunde wurden, doch dann waren würdige Nachfolger ihrer Vorbilder. Faster Friends, ja, der Name der Medien für sie paßte. Auch das Wally langsamer alterte, konnte sie nicht auseinanderbringen. Nur Pyre konnte es. Kal steht etwas abseits. Auch er trauert, wobei ich mir nicht sicher bin, ob um Kyle, oder um Sie. Diana. Ihre Statue steht kaum ein paar Schritt entfernt. Ich sollte mich besser wieder auf die Gegenwart konzentrieren. Ray spricht gerade die letzten Worte. Alle stimmen in den Segen mit ein. Händeschütteln. Beileidsbezeugungen. Ernstgemeint, und doch hilflos angesichts der Tragödie. Dann gehen sie auseinander. Alle. Fast alle. Wally, Zauriel, Kal und ich stehen auch noch 10 Minuten später im Schatten von Kyles Statue. Endlich ergreift Wally das Wort. Bitterkeit schwingt in seiner Stimme mit: "Ich danke euch allen, daß ihr gekommen seid. Kyle wollte, daß, wenn ihm etwas zustößt, dir sein Ring zukommen soll." Er streckt mir seine Hand entgegen. Darauf liegt sie, die mächtigste Waffe des Universums. Kyles Kraftring. "Walter, ich weis, daß es dir im Moment schwer fällt, aber Kyle wußte das es soweit kommen konnte. Dich trifft keine Schuld, es ist das Risiko mit dem wir alle jeden Tag Leben!" "Danke J`onn, aber im Moment...." antwortet er mit fast versagender Stimme. "Ich brauche jetzt ein paar Tage für mich. J´onn, Zauriel, Superman, ich möchte euch nicht vor den Kopf stoßen, aber ich verschwinde jetzt" Als seine Worte verhallen, ist er bereits weg. Stumm stehen wir uns gegenüber, und trotzdem unterhalten wir uns. Gedanke schwirren hin und her. "J´onn, was geschieht nun mit dem Ring?" " Ich werde ihn in den Wüsten des Mars vergraben, so wie Helena es vor über 30 Jahren vorschlug." Kurz werden wir durch eine Präsenz gestört, doch diese integriert sich nahtlos in unser Gespräch. "Entschuldigt, daß ich jetzt erst kommen konnte" erklingen Mitchs Gedanken in unserer Runde. Mit ihm, dem Resurrection Man, sind wir komplett. Heute werden wir mit der Planung beginnen, welche erst 831 Jahrhunderte später Früchte tragen wird. Wir alle werden dann noch Leben, so unwahrscheinlich es auch klingen mag. Hier und heute beginnen wir mit der Planung. Etwa 1 stunde später ist alles gesagt und durchdacht - vorerst. Wir verabschieden uns auf dem gleichen Weg, wie wir uns unterhalten haben. Die andern drei brechen auf, nur ich bleibe noch hier. Hier, am Grab eines meiner besten Freunde. Und ich erinnere mich an ihn wie er war, und die Stunden verrinnen... Ich schwanke zwischen Trauer um Kyles Tod und der Freude über sein Leben. Nach scheinbar kurzer Zeit strahlt die aufgehende Sonnen von hinten auf Green Lanterns Statue. Mit Tränen in den Augen sehe ich auf diesen Anblick. Kyle hatte selbst Hal übertroffen. Und während sein Denkmal in Licht getaucht ist, sehe ich vor mir: Jung und verwegen, älter und besonnen Am strahlendsten Tag - in Finsterster Nacht.... Entging nichts Böses seiner Macht Wer unrecht tut, der hüte sich - vor Green Lanterns Licht! Lächelnd erhebe ich mich in die reine Morgenluft und fliege der sonne entgegen. Ich freue mich. Nur noch 831 Jahrhunderte, dann werde ich meinem Freund wieder begegnen. In seinem Geist, sah ich die Botschaft, die mir Mut macht: " Die Zukunft ist es wert. All die Tränen. All den Schmerz. Die Zukunft ist den Kampf wert."
Prolog: Er war da, seit die ersten kamen, um Kyle zu ehren. Langsam geht er zum Grab und legt eine einzelne Rose dort ab. Er dreht sich um, und läuft an den Statuen gefallener Helden vorbei. Barry, Metamorpho, Ollie (ein kurzes Zucken seiner Augenlieder, aber er darf keine Trauer kennen). Dann die von Hal Jordan, und noch während ein sanftes Lächeln auch sein Gesicht entspannt, verschwindet auch der Spectre wieder... Autor: Erattamannach oben |
![]() Letztes Update: 15.10.20053 Copyright by Andreas Eich 2003 Sponsored by Splashpages ![]() |
|
|